das ist eigentlich schon alles…

nach Daniil Charms
Küchenlesung mit Jazzkommentar

charms, einer der unbestritten grandiosen autoren des frühen absurden theaters, hat uns einige bände seiner kurzgeschichten hinterlassen. eine auswahl seiner texte, zusammengestellt von den beiden akteuren selbst und mit eigener musik kommentiert und unterbrochen, zeigen dem publikum den alltag – nicht nur im damaligen rußland dicht am abgrund des wahns und der poesie!

anhand kleiner, scheinbar nebensächlicher, alltagsgeschichten, vermischt mit abstrusen und skurilen erlebnissen gibt uns charms einen einblick in die zeit nach der russischen revolution. mangelwirtschaft, bevormundung durch behörden und alkoholismus sind ständige begleiterscheinungen nicht nur jener zeit. erzählt wird von tischlern, die zielscheibe herunterfallender ziegelsteine werden, betrogenen musikern, bootfahrenden damen, küchentischphilosophen und männern mit polnischen weißbroten. diese melange hat einen ganz eigenen, ironisch-melancholischen grundklang, der durch musikalische kommentare der beiden spieler unterstrichen wird.